Zum Inhalt springen
GIST-T1
Gewebe
Metastasen
Krankheit
Gastrointestinaler Stromatumor
Metastasenherd
Pleuraerguss
Synonyme
GIST-T-1, GISTT1, T1

Dokumente

GIST-T1

Cell line · Artikelnummer 305777

The GIST-T1 cell line is a well-established human gastrointestinal stromal tumor (GIST) model derived from a metastatic pleural lesion secondary to a prim...

€700.00zzgl. MwSt. und Versandkosten

Anpassung / Empfehlungen

Auf Lager
Charge
Empfohlen (frischeste Charge)
  • CoA
1

01Allgemeine Informationen

Beschreibung

Die Zelllinie GIST-T1 ist ein etabliertes Modell für humane gastrointestinale Stromatumoren (GIST), das aus einer metastasierten Pleuraläsion abgeleitet wurde, die sekundär zu einem primären Magen-GIST bei einer erwachsenen japanischen Frau auftrat. Immunhistochemische Analysen bestätigten eine starke Positivität für c-KIT (CD117) und CD34, zwei charakteristische Marker für GIST, während die Linie negativ für Desmin, S-100 und α-glatte Muskelaktin war, was ihren nicht-muskulären und nicht-neuralen Ursprung bestätigte. Zytogenetische Untersuchungen ergaben einen hypodiploiden Karyotyp mit komplexen chromosomalen Anomalien, darunter ein Ringchromosom und mehrere unausgewogene Translokationen. Analysen mittels vergleichender genomischer Hybridisierung (CGH) und FISH zeigten hochgradige Amplifikationen in den Regionen 3q26.1–27, 5p12–15.1 und 7q21.3–36, die häufig mit Onkogenamplifikationen bei GIST assoziiert sind.

GIST-T1 weist eine klinisch relevante 57-Nukleotid-In-Frame-Deletion im Exon 11 des *KIT*-Gens (V570-Y578) auf, eine der häufigsten Mutationen bei GIST-Patienten und ein kritisches Ziel für Tyrosinkinase-Inhibitoren wie Imatinib. Dies hat GIST-T1 zu einem unverzichtbaren Modell für die Untersuchung der KIT-gesteuerten Onkogenese und des therapeutischen Ansprechens gemacht. In Langzeitkulturen zeigen GIST-T1-Zellen eine stabile Proliferation und behalten ihre Empfindlichkeit gegenüber Imatinib bei, sofern sie nicht gezielt auf Resistenz selektiert werden. Für Forschungszwecke wurden resistente Sublinien von GIST-T1 erzeugt, die sekundäre KIT-Mutationen (z. B. D820V oder D820Y) aufweisen, was die Untersuchung von Resistenzmechanismen und adaptiven Transkriptionsveränderungen ermöglicht. Diese resistenten Modelle zeigen Veränderungen in Genen, die mit Entgiftung, Zellzyklusregulation und Apoptosevermeidung in Zusammenhang stehen.

GIST-T1 hat auch zur Entdeckung neuartiger onkogener Treiber bei GIST beigetragen, darunter Fusionsgene wie EXOC2-AK7, die in Imatinib-resistenten Sublinien identifiziert wurden. Funktionelle Studien zeigten, dass diese Fusionsgene die Proliferations- und Migrationsfähigkeit von GIST-Zellen verstärken und sie gegenüber Imatinib sensibilisieren, was auf neue therapeutische Ansätze hindeutet. Das Vorhandensein von GIST-assoziierten Super-Enhancern und Transkriptionsfaktornetzwerken (z. B. HAND1 bei der Metastasierung) untermauert die Nützlichkeit des Modells für die Entschlüsselung der epigenetischen und transkriptionellen Architektur von GIST zusätzlich. Insgesamt bietet GIST-T1 ein robustes, genetisch und phänotypisch validiertes System zur Untersuchung der Biologie, des Ansprechverhaltens auf Medikamente und der Resistenzmechanismen von gastrointestinalen Stromatumoren.

Gewebe
Metastasen
Krankheit
Gastrointestinaler Stromatumor
Metastasenherd
Pleuraerguss
Synonyme
  • GIST-T-1
  • GISTT1
  • T1

02Klassifizierung

Organismus
Mensch
Sex
Weiblich
Wachstumseigenschaften
Anhänger
Biologische Sicherheitsstufe
1

03Merkmale

Zelltyp
Cajal-Zelle
Verdopplungszeit
48 Stunden

04Bezeichner

Quellenangabe
GIST-T1 (Cytion-Katalognummer 305777)
NCBI-Steuer-ID
9606
Cellosaurus
CVCL_4976

05Expression und Anfälligkeit

Mutationsprofil
Mutation: KIT, einfach, p.Val560_Tyr578del (c.1679_1735del), heterozygot

06Handhabung und Kultur

Nährmedium
RPMI 1640, w: 2,0 mM stabiles Glutamin, w: 2,0 g/L NaHCO3 (Cytion-Artikelnummer 820700a)
Inkubationsatmosphäre

37°C, 5%CO2, befeuchtete Atmosphäre.

Nahrungsergänzungsmittel
Ergänzen Sie das Medium mit 10% FBS
Dissoziationsreagenz
Accutase
Aussaatdichte
1 bis 4 × 10⁴ Zellen/cm²
Flüssigkeitswechsel
2 bis 3 Mal pro Woche
Auftauen und Kultivierung
  1. Confirm that the vial remains deeply frozen upon delivery, as cells are shipped on dry ice to maintain optimal temperatures during transit.

  2. Upon receipt, either store the cryovial immediately at temperatures below -150°C to ensure the preservation of cellular integrity, or proceed to step 3 if immediate culturing is required.

  3. For immediate culturing, swiftly thaw the vial by immersing it in a 37°C water bath with clean water and an antimicrobial agent, agitating gently for 40-60 seconds until a small ice clump remains.

  4. Perform all subsequent steps under sterile conditions in a flow hood, disinfecting the cryovial with 70% ethanol before opening.

  5. Carefully open the disinfected vial and transfer the cell suspension into a 15 ml centrifuge tube containing 8 ml of room-temperature culture medium, mixing gently.

  6. Centrifuge the mixture at 300 x g for 3 minutes to separate the cells and carefully discard the supernatant containing residual freezing medium.

  7. Gently resuspend the cell pellet in 10 ml of fresh culture medium. For adherent cells, divide the suspension between two T25 culture flasks; for suspension cultures, transfer all the medium into one T25 flask to promote effective cell interaction and growth.

  8. Adhere to established subculture protocols for continued growth and maintenance of the cell line, ensuring reliable experimental outcomes.

07Qualitätskontrolle und Kryokonservierung

Sterilität

Eine Kontamination mit Mykoplasmen wird sowohl durch PCR-basierte Assays als auch durch lumineszenzbasierte Mykoplasmen-Nachweisverfahren ausgeschlossen.

Um sicherzustellen, dass keine Kontamination mit Bakterien, Pilzen oder Hefen vorliegt, werden die Zellkulturen täglich visuell überprüft.

Gefriermedium
Als Kryokonservierungsmedium verwenden wir komplettes Wachstumsmedium (einschließlich FBS) + 10 % DMSO für eine angemessene Lebensfähigkeit nach dem Auftauen oder CM-1 (Cytion Katalognummer 800100), das optimierte Osmoprotektoren und Stoffwechselstabilisatoren enthält, um die Erholung zu verbessern und kryoinduzierten Stress zu reduzieren.
Lagerbedingungen

Zur Langzeitkonservierung werden die Fläschchen in flüssigem Stickstoff bei etwa -150 bis -196 °C gelagert. Eine Lagerung bei -80 °C ist nur als kurzer Zwischenschritt vor der Überführung in flüssigen Stickstoff akzeptabel.

Versandbedingungen

Kryokonservierte Zelllinien werden auf Trockeneis in einer validierten, isolierten Verpackung mit ausreichend Kühlmittel versandt, um während des gesamten Transports eine Temperatur von etwa -78 °C aufrechtzuerhalten. Prüfen Sie den Behälter bei Erhalt sofort und bringen Sie die Fläschchen unverzüglich in ein geeignetes Lager.

08Spender

Alter des Spenders
47 Jahre
Ethnische Zugehörigkeit
Japanisch