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L-428 Zellen
Gewebe
Pleuraerguss
Krankheit
Hodgkin-Lymphom
Synonyme
L-428, L 428

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L-428 Zellen

Cell line · Artikelnummer 300200

Die Zelllinie L428 ist eine seit Langem etablierte neoplastische Zelllinie, die aus dem Pleuraerguss einer Patientin gewonnen wurde, bei der die Hodgkin-Krankheit der… diagnostiziert wurde.

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01Allgemeine Informationen

Beschreibung

Die L428-Zelllinie ist eine gut etablierte neoplastische Zelllinie, die aus dem Pleuraerguss einer Patientin gewonnen wurde, bei der Morbus Hodgkin vom nodulär sklerosierenden Typ diagnostiziert wurde. Die Etablierung dieser Zelllinie hat ein wertvolles Modell für die Untersuchung der zellulären Merkmale und molekularen Mechanismen des Hodgkin-Lymphoms geschaffen. Die L428-Zellen ähneln stark den Reed-Sternberg- (RS) und Hodgkin-Zellen (H), den charakteristischen Zellen des Hodgkin-Lymphoms. Diese Zellen weisen einen einzigartigen Phänotyp auf, der sich von typischen B-Zellen, T-Zellen und anderen hämatopoetischen Zelltypen unterscheidet, was zu den anhaltenden Debatten über den genauen zellulären Ursprung von RS- und H-Zellen beiträgt.

Die L428-Zelllinie weist mehrere charakteristische Merkmale auf, darunter Aneuploidie und das Vorhandensein mehrerer struktureller und numerischer Chromosomenanomalien, die typische Marker für ihre neoplastische Natur sind. Diesen Zellen fehlen Oberflächen- oder Zytoplasma-Immunglobuline (Igs), obwohl sie von einem bösartigen lymphatischen Tumor abstammen, was auf eine deutliche Differenzierung von normalen lymphatischen Zellen schließen lässt. Das Fehlen von Epstein-Barr-Virus (EBV)-Antigenen, wie EBNA und VCA, unterscheidet L428 weiter von anderen EBV-positiven Hodgkin-Lymphom-Zelllinien. Den Zellen fehlt es auch an Lysozym-, Peroxidase- und Chloracetat-Esterase-Aktivität, was ihre Unterscheidung von myeloischen Zellen, Monozyten oder Makrophagen verstärkt.

Die Morphologie der L428-Zellen reicht von kleinen mononukleären Zellen bis hin zu großen vielkernigen Zellen, wobei einige Zellen villöse Fortsätze auf ihren Membranen aufweisen. Die Zellen zeichnen sich auch durch ihre großen, oft nierenförmigen Nukleoli aus. Funktionell exprimieren L428-Zellen Ia-ähnliche Antigene und T-Zell-Rezeptoren, weisen aber keine anderen üblichen lymphoiden und myeloischen Marker auf. Dieser einzigartige Immunphänotyp in Verbindung mit den chromosomalen und morphologischen Merkmalen unterstützt die Einstufung von L428 als Modell des Hodgkin-Lymphoms, insbesondere für die Untersuchung der Biologie von RS- und H-Zellen.

Die L428-Zelllinie wurde in der Forschung ausgiebig verwendet, um die Pathogenese der Hodgkin-Krankheit zu erforschen und um potenzielle therapeutische Ziele zu untersuchen. Ihre Fähigkeit, sich in vitro zu vermehren, und ihre einzigartigen Eigenschaften machen sie zu einer entscheidenden Ressource, um das Verständnis dieser komplexen hämatologischen Malignität voranzutreiben.

Gewebe
Pleuraerguss
Krankheit
Hodgkin-Lymphom
Synonyme
  • L-428
  • L 428

02Klassifizierung

Organismus
Mensch
Sex
Weiblich
Wachstumseigenschaften
Aussetzung
Biologische Sicherheitsstufe
1

03Merkmale

Morphologie
Runde Zellen
Zelltyp
Lymphoblasten

04Bezeichner

Quellenangabe
L428 (Cytion Katalognummer 300200)
NCBI-Steuer-ID
9606
Cellosaurus
CVCL_1361

05Handhabung und Kultur

Nährmedium
RPMI 1640, w: 2,0 mM stabiles Glutamin, w: 2,0 g/L NaHCO3 (Cytion-Artikelnummer 820700a)
Inkubationsatmosphäre

37°C, 5%CO2, befeuchtete Atmosphäre.

Nahrungsergänzungsmittel
Ergänzen Sie das Medium mit 10% FBS, 1 mM Natriumpyruvat, 1% NEAA
Subkultivierung
Halten Sie die Kulturen aufrecht, indem Sie regelmäßig Medium hinzufügen oder austauschen. Beginnen Sie die Kulturen mit einer Dichte von 5 x 105 Zellen/ml und halten Sie die Zellkonzentration im Bereich von 3 x 105 bis 1 x 106 Zellen/ml, um ein optimales Wachstum zu erzielen.
Aussaatdichte
1 x 105 Zellen/ml
Flüssigkeitswechsel
Alle 3 Tage
Erholung nach dem Auftauen
Schnell
Auftauen und Kultivierung
  1. Confirm that the vial remains deeply frozen upon delivery, as cells are shipped on dry ice to maintain optimal temperatures during transit.

  2. Upon receipt, either store the cryovial immediately at temperatures below -150°C to ensure the preservation of cellular integrity, or proceed to step 3 if immediate culturing is required.

  3. For immediate culturing, swiftly thaw the vial by immersing it in a 37°C water bath with clean water and an antimicrobial agent, agitating gently for 40-60 seconds until a small ice clump remains.

  4. Perform all subsequent steps under sterile conditions in a flow hood, disinfecting the cryovial with 70% ethanol before opening.

  5. Carefully open the disinfected vial and transfer the cell suspension into a 15 ml centrifuge tube containing 8 ml of room-temperature culture medium, mixing gently.

  6. Centrifuge the mixture at 300 x g for 3 minutes to separate the cells and carefully discard the supernatant containing residual freezing medium.

  7. Gently resuspend the cell pellet in 10 ml of fresh culture medium. For adherent cells, divide the suspension between two T25 culture flasks; for suspension cultures, transfer all the medium into one T25 flask to promote effective cell interaction and growth.

  8. Adhere to established subculture protocols for continued growth and maintenance of the cell line, ensuring reliable experimental outcomes.

06Qualitätskontrolle und Kryokonservierung

Sterilität

Eine Kontamination mit Mykoplasmen wird sowohl durch PCR-basierte Assays als auch durch lumineszenzbasierte Mykoplasmen-Nachweisverfahren ausgeschlossen.

Um sicherzustellen, dass keine Kontamination mit Bakterien, Pilzen oder Hefen vorliegt, werden die Zellkulturen täglich visuell überprüft.

Gefriermedium
Als Kryokonservierungsmedium verwenden wir komplettes Wachstumsmedium (einschließlich FBS) + 10 % DMSO für eine angemessene Lebensfähigkeit nach dem Auftauen oder CM-1 (Cytion Katalognummer 800100), das optimierte Osmoprotektoren und Stoffwechselstabilisatoren enthält, um die Erholung zu verbessern und kryoinduzierten Stress zu reduzieren.
Lagerbedingungen

Zur Langzeitkonservierung werden die Fläschchen in flüssigem Stickstoff bei etwa -150 bis -196 °C gelagert. Eine Lagerung bei -80 °C ist nur als kurzer Zwischenschritt vor der Überführung in flüssigen Stickstoff akzeptabel.

Versandbedingungen

Kryokonservierte Zelllinien werden auf Trockeneis in einer validierten, isolierten Verpackung mit ausreichend Kühlmittel versandt, um während des gesamten Transports eine Temperatur von etwa -78 °C aufrechtzuerhalten. Prüfen Sie den Behälter bei Erhalt sofort und bringen Sie die Fläschchen unverzüglich in ein geeignetes Lager.

07Spender

Alter des Spenders
37 Jahre
Ethnische Zugehörigkeit
Kaukasisch