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MV3
Gewebe
Haut
Krankheit
Amelanotisches Melanom
Metastasenherd
Lymphknoten
Synonyme
MV-3, MV 3

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MV3

Cell line · Artikelnummer 305495

Die MV3-Zelllinie ist ein menschliches Melanom-Modell, das aus einem metastasierten Lymphknoten eines männlichen Patienten mit einem amelanotischen Melanom etabliert wurde. Diese Zelllinie ist in hohem Maße …

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01Allgemeine Informationen

Beschreibung

Die MV3-Zelllinie ist ein humanes Melanom-Modell, das aus einem metastasierten Lymphknoten eines männlichen Patienten mit einem amelanotischen Melanom etabliert wurde. Diese Zelllinie ist hochgradig metastasierend und tumorogen, was sie zu einer wichtigen Ressource für die Erforschung des Melanomverlaufs und der Metastasierung macht. MV3-Zellen weisen ausgeprägte invasive Eigenschaften auf, die durch ihre starke Fähigkeit zum Abbau extrazellulärer Matrixkomponenten unterstützt werden. Diese Fähigkeit wird über den Urokinase-Typ-Plasminogenaktivator (u-PA)-Signalweg und dessen Regulation durch Plasminogenaktivator-Inhibitoren (PAI-1 und PAI-2) vermittelt. MV3-Zellen zeichnen sich durch die Expression von Metastasierungsmarkern aus, wie beispielsweise Integrinen (z. B. VLA-2) und Wachstumsfaktorrezeptoren, die mit ihrem aggressiven Phänotyp in Verbindung stehen.

In Xenotransplantatmodellen zeigen MV3-Zellen eine schnelle Tumorbildung und eine hohe Häufigkeit spontaner Metastasen, insbesondere in die Lunge. Diese Eigenschaften waren von entscheidender Bedeutung in der präklinischen Forschung, die darauf abzielte, die Mechanismen aufzuklären, die der Ausbreitung des Melanoms und der Therapieresistenz zugrunde liegen. MV3-Tumoren in Nacktmäusen weisen die histologischen Merkmale des ursprünglichen, vom Patienten stammenden Tumors auf, darunter eine hohe mitotische Aktivität und eine begrenzte Pigmentierung. Die prokoagulierenden Eigenschaften von MV3-Zellen tragen zusätzlich zu ihrem metastatischen Verhalten bei, da sie Gewebefaktoraktivität zeigen und Prothrombin direkt zu Thrombin aktivieren können, was die Wechselwirkungen mit der Tumormikroumgebung verstärkt.

MV3 wurde auch in Studien eingesetzt, die sich mit der Rolle von Zelloberflächenmolekülen und deren Regulation bei der Melanom-Metastasierung befassten. So exprimiert die Zelllinie beispielsweise signifikante Mengen an Interzellulärem Adhäsionsmolekül-1 (ICAM-1) und epidermalem Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR), die mit einem erhöhten Metastasierungspotenzial assoziiert sind. Das Modell spielt weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Bewertung zielgerichteter Therapien und beim Verständnis der molekularen Treiber der Malignität des Melanoms.

Gewebe
Haut
Krankheit
Amelanotisches Melanom
Metastasenherd
Lymphknoten
Synonyme
  • MV-3
  • MV 3

02Klassifizierung

Organismus
Mensch
Sex
Männlich
Wachstumseigenschaften
Anhänger
Biologische Sicherheitsstufe
1

03Merkmale

Morphologie
Epithelähnlich

04Bezeichner

Quellenangabe
MV3 (Cytion-Katalognummer 305495)
NCBI-Steuer-ID
9606
Cellosaurus
CVCL_W280

05Handhabung und Kultur

Nährmedium
RPMI 1640, w: 2,0 mM stabiles Glutamin, w: 2,0 g/L NaHCO3 (Cytion-Artikelnummer 820700a)
Inkubationsatmosphäre

37°C, 5%CO2, befeuchtete Atmosphäre.

Nahrungsergänzungsmittel
Ergänzen Sie das Medium mit 10% FBS
Dissoziationsreagenz
Accutase
Subkultivierung
Entfernen Sie das alte Medium von den adhärenten Zellen und waschen Sie sie mit PBS, das kein Kalzium und Magnesium enthält. Für T25-Kolben 3-5 ml PBS und für T75-Kolben 5-10 ml verwenden. Anschließend werden die Zellen vollständig mit Accutase bedeckt, wobei 1-2 ml für T25-Kolben und 2,5 ml für T75-Kolben verwendet werden. Lassen Sie die Zellen 8-10 Minuten bei Raumtemperatur inkubieren, um sie abzulösen. Nach der Inkubation mischen Sie die Zellen vorsichtig mit 10 ml Medium, um sie zu resuspendieren, und zentrifugieren sie dann 3 Minuten lang bei 300xg. Den Überstand verwerfen, die Zellen in frischem Medium resuspendieren und in neue Kolben überführen, die bereits frisches Medium enthalten.
Auftauen und Kultivierung
  1. Confirm that the vial remains deeply frozen upon delivery, as cells are shipped on dry ice to maintain optimal temperatures during transit.

  2. Upon receipt, either store the cryovial immediately at temperatures below -150°C to ensure the preservation of cellular integrity, or proceed to step 3 if immediate culturing is required.

  3. For immediate culturing, swiftly thaw the vial by immersing it in a 37°C water bath with clean water and an antimicrobial agent, agitating gently for 40-60 seconds until a small ice clump remains.

  4. Perform all subsequent steps under sterile conditions in a flow hood, disinfecting the cryovial with 70% ethanol before opening.

  5. Carefully open the disinfected vial and transfer the cell suspension into a 15 ml centrifuge tube containing 8 ml of room-temperature culture medium, mixing gently.

  6. Centrifuge the mixture at 300 x g for 3 minutes to separate the cells and carefully discard the supernatant containing residual freezing medium.

  7. Gently resuspend the cell pellet in 10 ml of fresh culture medium. For adherent cells, divide the suspension between two T25 culture flasks; for suspension cultures, transfer all the medium into one T25 flask to promote effective cell interaction and growth.

  8. Adhere to established subculture protocols for continued growth and maintenance of the cell line, ensuring reliable experimental outcomes.

06Qualitätskontrolle und Kryokonservierung

Sterilität

Eine Kontamination mit Mykoplasmen wird sowohl durch PCR-basierte Assays als auch durch lumineszenzbasierte Mykoplasmen-Nachweisverfahren ausgeschlossen.

Um sicherzustellen, dass keine Kontamination mit Bakterien, Pilzen oder Hefen vorliegt, werden die Zellkulturen täglich visuell überprüft.

Gefriermedium
Als Kryokonservierungsmedium verwenden wir komplettes Wachstumsmedium (einschließlich FBS) + 10 % DMSO für eine angemessene Lebensfähigkeit nach dem Auftauen oder CM-1 (Cytion Katalognummer 800100), das optimierte Osmoprotektoren und Stoffwechselstabilisatoren enthält, um die Erholung zu verbessern und kryoinduzierten Stress zu reduzieren.
Lagerbedingungen

Zur Langzeitkonservierung werden die Fläschchen in flüssigem Stickstoff bei etwa -150 bis -196 °C gelagert. Eine Lagerung bei -80 °C ist nur als kurzer Zwischenschritt vor der Überführung in flüssigen Stickstoff akzeptabel.

Versandbedingungen

Kryokonservierte Zelllinien werden auf Trockeneis in einer validierten, isolierten Verpackung mit ausreichend Kühlmittel versandt, um während des gesamten Transports eine Temperatur von etwa -78 °C aufrechtzuerhalten. Prüfen Sie den Behälter bei Erhalt sofort und bringen Sie die Fläschchen unverzüglich in ein geeignetes Lager.

07Spender

Alter des Spenders
76 Jahre
Ethnische Zugehörigkeit
Nicht spezifiziert