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SRA01-04
Gewebe
Auge, Augenlinse, Epithel
Synonyme
SRA 01-04, HLEC-SRA 01-04, HLE-SRA-01-04, SRA01-04 (HLE), SRA 01/04, HLEC-SRA 01/04, HLE-SRA-01/04, SRA01/04 (HLE)

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SRA01-04

Cell line · Artikelnummer 305436

Die Zelllinie SRA01/04 ist eine immortalisierte menschliche Linsenepithelzelllinie, die entwickelt wurde, um die mit Primärkulturen von menschlichen … verbundenen Einschränkungen zu überwinden.

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01Allgemeine Informationen

Beschreibung

Die Zelllinie SRA01/04 ist eine immortalisierte menschliche Linsenepithelzelllinie, die entwickelt wurde, um die mit Primärkulturen menschlicher Linsenepithelzellen (HLE-Zellen) verbundenen Einschränkungen zu überwinden. Zu diesen Einschränkungen zählen ihre geringe Proliferationsfähigkeit und die Schwierigkeit, ausreichende Zellmengen aus Spenderlinsen zu gewinnen. SRA01/04 wurde aus primären HLE-Zellen gewonnen, die von Säuglingen stammten, die wegen einer Frühgeborenen-Retinopathie operiert wurden. Die Immortalisierung wurde durch Transfektion mit einem Plasmid erreicht, das das Gen für das große T-Antigen von SV40 unter der Kontrolle des RSV-Promotors trägt. Dieser Ansatz vermeidet die Verwendung von lebenden Viren und ermöglicht die Selektion eines einheitlichen Klons mit konsistenten Eigenschaften.

SRA01/04-Zellen zeigen über 130 Passagen hinweg eine stabile Proliferation mit einer Populationsverdopplungsrate von etwa 3,5 pro Passage. Morphologisch bilden sie eine Monoschicht mit epithelialen Merkmalen. Die Chromosomenanalyse ergab einen hypotetraploiden Karyotyp, was mit dem Status der Immortalisierung übereinstimmt. Der Isoenzym-Phänotyp bestätigte ihren menschlichen Ursprung. Wichtig ist, dass die Zelllinie linsenspezifische molekulare Merkmale beibehält, darunter die Expression von αA- und βB-Kristallinen sowie von Aldosereduktase, wenn auch in geringeren Proteinkonzentrationen als in primären HLE-Kulturen. mRNA für beide Kristalline wurde ebenfalls mittels RT-PCR nachgewiesen, und die Sequenzierung bestätigte eine 100-prozentige Identität mit veröffentlichten menschlichen Sequenzen. Damit ist SRA01/04 die erste etablierte menschliche Linsenzelllinie, von der nachgewiesen wurde, dass sie sowohl αA- als auch βB-Kristalline exprimiert.

Zusätzlich zur Kristallin-Expression exprimiert SRA01/04 Aldosereduktase, ein Enzym, das am Polyolweg beteiligt ist, der für die Kataraktentstehung relevant ist. Zwar erfordert ein optimales Wachstum 20 % fötales Rinderserum, doch können die Zellen bei reduzierten Serumkonzentrationen oder sogar unter serumfreien Bedingungen überleben und sich vermehren, sofern sie zuvor an Kulturplatten anhaftet wurden. Diese Anpassungsfähigkeit sowie ihr stabiler linsenspezifischer Phänotyp machen SRA01/04 zu einem wertvollen Modell für die Untersuchung der Linsenphysiologie, der Genregulation im Linsenepithel und der Mechanismen, die der Kataraktbildung zugrunde liegen.

Gewebe
Auge, Augenlinse, Epithel
Synonyme
  • SRA 01-04
  • HLEC-SRA 01-04
  • HLE-SRA-01-04
  • SRA01-04 (HLE)
  • SRA 01/04
  • HLEC-SRA 01/04
  • HLE-SRA-01/04
  • SRA01/04 (HLE)

02Klassifizierung

Organismus
Mensch
Sex
Männlich
Wachstumseigenschaften
Anhänger
GVO-Status
GMO-S1
Angaben zum GVO-Status
GMO-S1: This SRA01-04 human lens epithelial line contains an SV40 large T-antigen construct enabling ocular lens research. This classification applies only within Germany and may differ elsewhere.
Biologische Sicherheitsstufe
1

03Merkmale

Morphologie
Epithelähnlich
Zelltyp
Augenlinse

04Bezeichner

Quellenangabe
SRA01-04 (Cytion-Katalognummer 305436)
NCBI-Steuer-ID
9606
Cellosaurus
CVCL_7157

05Expression und Anfälligkeit

Proteinexpression
Genetische Integration: Methode = Transfektion; Gen = UniProtKB; P03070; großes T-Antigen von SV40
Isoenzyme
LD, NP

06Handhabung und Kultur

Nährmedium
DMEM mit niedrigem Glukosegehalt
Inkubationsatmosphäre

37°C, 5%CO2, befeuchtete Atmosphäre.

Nahrungsergänzungsmittel
Ergänzen Sie das Medium mit 10% FBS
Dissoziationsreagenz
Accutase
Aussaatdichte
2–4 × 10⁴/cm²
Flüssigkeitswechsel
2 Mal pro Woche
Auftauen und Kultivierung
  1. Confirm that the vial remains deeply frozen upon delivery, as cells are shipped on dry ice to maintain optimal temperatures during transit.

  2. Upon receipt, either store the cryovial immediately at temperatures below -150°C to ensure the preservation of cellular integrity, or proceed to step 3 if immediate culturing is required.

  3. For immediate culturing, swiftly thaw the vial by immersing it in a 37°C water bath with clean water and an antimicrobial agent, agitating gently for 40-60 seconds until a small ice clump remains.

  4. Perform all subsequent steps under sterile conditions in a flow hood, disinfecting the cryovial with 70% ethanol before opening.

  5. Carefully open the disinfected vial and transfer the cell suspension into a 15 ml centrifuge tube containing 8 ml of room-temperature culture medium, mixing gently.

  6. Centrifuge the mixture at 300 x g for 3 minutes to separate the cells and carefully discard the supernatant containing residual freezing medium.

  7. Gently resuspend the cell pellet in 10 ml of fresh culture medium. For adherent cells, divide the suspension between two T25 culture flasks; for suspension cultures, transfer all the medium into one T25 flask to promote effective cell interaction and growth.

  8. Adhere to established subculture protocols for continued growth and maintenance of the cell line, ensuring reliable experimental outcomes.

07Qualitätskontrolle und Kryokonservierung

Sterilität

Eine Kontamination mit Mykoplasmen wird sowohl durch PCR-basierte Assays als auch durch lumineszenzbasierte Mykoplasmen-Nachweisverfahren ausgeschlossen.

Um sicherzustellen, dass keine Kontamination mit Bakterien, Pilzen oder Hefen vorliegt, werden die Zellkulturen täglich visuell überprüft.

Gefriermedium
Als Kryokonservierungsmedium verwenden wir komplettes Wachstumsmedium (einschließlich FBS) + 10 % DMSO für eine angemessene Lebensfähigkeit nach dem Auftauen oder CM-1 (Cytion Katalognummer 800100), das optimierte Osmoprotektoren und Stoffwechselstabilisatoren enthält, um die Erholung zu verbessern und kryoinduzierten Stress zu reduzieren.
Lagerbedingungen

Zur Langzeitkonservierung werden die Fläschchen in flüssigem Stickstoff bei etwa -150 bis -196 °C gelagert. Eine Lagerung bei -80 °C ist nur als kurzer Zwischenschritt vor der Überführung in flüssigen Stickstoff akzeptabel.

Versandbedingungen

Kryokonservierte Zelllinien werden auf Trockeneis in einer validierten, isolierten Verpackung mit ausreichend Kühlmittel versandt, um während des gesamten Transports eine Temperatur von etwa -78 °C aufrechtzuerhalten. Prüfen Sie den Behälter bei Erhalt sofort und bringen Sie die Fläschchen unverzüglich in ein geeignetes Lager.

08Spender

Alter des Spenders
3 Monate