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Cell line · Artikelnummer 300413

Die Wilms2-Zelllinie wurde aus einem primären Wilms-Tumor eines pädiatrischen Patienten mit einer Keimbahn-WT1-Mutation gewonnen. Diese Zelllinie zeichnet sich durch eine homo...

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01Allgemeine Informationen

Beschreibung

Die Wilms2-Zelllinie wurde aus einem primären Wilms-Tumor eines pädiatrischen Patienten mit einer WT1-Keimbahnmutation gewonnen. Diese Zelllinie ist durch eine homozygote Nonsense-Mutation im WT1-Gen (c.1084 C>T, p.R362X) gekennzeichnet, die zur Produktion eines verkürzten, nicht funktionsfähigen WT1-Proteins führt. Der Verlust von funktionellem WT1, einem für die Nierenentwicklung wichtigen Gen, ist ein Kennzeichen bestimmter Subtypen von Wilms-Tumoren, insbesondere solcher, die mit mesenchymaler oder stromaler Differenzierung einhergehen. Die Wilms2-Zelllinie ist ein wichtiges Modell für die Untersuchung der tumorigenen Prozesse, die durch den Verlust von WT1 angetrieben werden, insbesondere im Zusammenhang mit Wilms-Tumoren, die andere kritische genetische Merkmale beibehalten.

Wilms2-Zellen tragen auch Mutationen im CTNNB1-Gen, das für β-Catenin, eine Schlüsselkomponente des Wnt-Signalweges, kodiert. Diese Mutationen, die insbesondere Serin 45 betreffen, führen zu einer Stabilisierung und Akkumulation von β-Catenin, was zu einer konstitutiven Aktivierung des Wnt-Signalwegs führt. Diese Aktivierung ist eine bekannte Triebkraft für die Zellproliferation und Tumorigenese im Wilms-Tumor, was Wilms2 zu einem wertvollen Modell macht, um zu verstehen, wie die aberrante Wnt-Signalübertragung zur Entwicklung und zum Fortschreiten von Tumoren mit WT1-Mutationen beiträgt.

Was den Phänotyp betrifft, so weisen Wilms2-Zellen eine mesenchymähnliche Morphologie auf, die Vimentin exprimiert und keine epithelialen Marker wie Cytokeratin aufweist. Dies stimmt mit den stromalen Eigenschaften des Tumors überein und unterstreicht die Rolle von WT1 bei der Regulierung der mesenchymalen und epithelialen Übergänge während der Nierenentwicklung. Proteomanalysen von Wilms2 haben die Aktivierung mehrerer Rezeptortyrosinkinasen (RTKs), einschließlich PDGFRβ und AXL, festgestellt, von denen bekannt ist, dass sie das Überleben und die Vermehrung von Tumorzellen fördern. Darüber hinaus werden auch nachgeschaltete Signalwege wie MAPK und PI3K/AKT aktiviert, was weiter zu den bösartigen Eigenschaften der Wilms2-Zellen beiträgt.

Insgesamt ist die Wilms2-Zelllinie ein wichtiges Instrument zur Erforschung der molekularen Mechanismen des Wilms-Tumors, der durch den Verlust von WT1 und eine abnorme Wnt-Signalübertragung ausgelöst wird. Ihre genetischen und phänotypischen Merkmale bieten eine robuste Plattform für die Untersuchung potenzieller therapeutischer Ziele und für das Verständnis der Rolle wichtiger Signalwege in der Pathologie von Wilms-Tumoren mit einer mesenchymalen Komponente.

Gewebe
Niere
Krankheit
Wilms-Tumor
Anwendungen
In-vitro-Zellkulturmodell. Biochemische Studien

02Klassifizierung

Organismus
Mensch
Sex
Männlich
Wachstumseigenschaften
Anhänger
Biologische Sicherheitsstufe
1

03Merkmale

Morphologie
Spindelförmig
Zelltyp
Wilms-Zellen

04Bezeichner

Quellenangabe
Wilms2 (Cytion Katalognummer 300413)
NCBI-Steuer-ID
9606
Cellosaurus
CVCL_A5SE

05Expression und Anfälligkeit

Mutationsprofil
WT1-Mutationsstatus: homozygot c.149 C>A, p.R326x, LOH: 11p11-11pter, CTNNB1-Mutationsstatus: heterozygot del TCT>TAT, p.S45Y

06Handhabung und Kultur

Nährmedium
MSCGM-Kit (von Lonza)
Inkubationsatmosphäre

37°C, 5%CO2, befeuchtete Atmosphäre.

Dissoziationsreagenz
Accutase
Subkultivierung
Entfernen Sie das alte Medium von den adhärenten Zellen und waschen Sie sie mit PBS, das kein Kalzium und Magnesium enthält. Für T25-Kolben 3-5 ml PBS und für T75-Kolben 5-10 ml verwenden. Anschließend werden die Zellen vollständig mit Accutase bedeckt, wobei 1-2 ml für T25-Kolben und 2,5 ml für T75-Kolben verwendet werden. Lassen Sie die Zellen 8-10 Minuten bei Raumtemperatur inkubieren, um sie abzulösen. Nach der Inkubation mischen Sie die Zellen vorsichtig mit 10 ml Medium, um sie zu resuspendieren, und zentrifugieren sie dann 3 Minuten lang bei 300xg. Den Überstand verwerfen, die Zellen in frischem Medium resuspendieren und in neue Kolben überführen, die bereits frisches Medium enthalten.
Auftauen und Kultivierung
  1. Confirm that the vial remains deeply frozen upon delivery, as cells are shipped on dry ice to maintain optimal temperatures during transit.

  2. Upon receipt, either store the cryovial immediately at temperatures below -150°C to ensure the preservation of cellular integrity, or proceed to step 3 if immediate culturing is required.

  3. For immediate culturing, swiftly thaw the vial by immersing it in a 37°C water bath with clean water and an antimicrobial agent, agitating gently for 40-60 seconds until a small ice clump remains.

  4. Perform all subsequent steps under sterile conditions in a flow hood, disinfecting the cryovial with 70% ethanol before opening.

  5. Carefully open the disinfected vial and transfer the cell suspension into a 15 ml centrifuge tube containing 8 ml of room-temperature culture medium, mixing gently.

  6. Centrifuge the mixture at 300 x g for 3 minutes to separate the cells and carefully discard the supernatant containing residual freezing medium.

  7. Gently resuspend the cell pellet in 10 ml of fresh culture medium. For adherent cells, divide the suspension between two T25 culture flasks; for suspension cultures, transfer all the medium into one T25 flask to promote effective cell interaction and growth.

  8. Adhere to established subculture protocols for continued growth and maintenance of the cell line, ensuring reliable experimental outcomes.

07Qualitätskontrolle und Kryokonservierung

Sterilität

Eine Kontamination mit Mykoplasmen wird sowohl durch PCR-basierte Assays als auch durch lumineszenzbasierte Mykoplasmen-Nachweisverfahren ausgeschlossen.

Um sicherzustellen, dass keine Kontamination mit Bakterien, Pilzen oder Hefen vorliegt, werden die Zellkulturen täglich visuell überprüft.

Gefriermedium
Als Kryokonservierungsmedium verwenden wir komplettes Wachstumsmedium (einschließlich FBS) + 10 % DMSO für eine angemessene Lebensfähigkeit nach dem Auftauen oder CM-1 (Cytion Katalognummer 800100), das optimierte Osmoprotektoren und Stoffwechselstabilisatoren enthält, um die Erholung zu verbessern und kryoinduzierten Stress zu reduzieren.
Lagerbedingungen

Zur Langzeitkonservierung werden die Fläschchen in flüssigem Stickstoff bei etwa -150 bis -196 °C gelagert. Eine Lagerung bei -80 °C ist nur als kurzer Zwischenschritt vor der Überführung in flüssigen Stickstoff akzeptabel.

Versandbedingungen

Kryokonservierte Zelllinien werden auf Trockeneis in einer validierten, isolierten Verpackung mit ausreichend Kühlmittel versandt, um während des gesamten Transports eine Temperatur von etwa -78 °C aufrechtzuerhalten. Prüfen Sie den Behälter bei Erhalt sofort und bringen Sie die Fläschchen unverzüglich in ein geeignetes Lager.

08Spender

Alter des Spenders
1 Jahr
Ethnische Zugehörigkeit
Kaukasisch