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imWilms1
Gewebe
Niere
Krankheit
Wilms-Tumor
Synonyme
IM-WT-1

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imWilms1

Cell line · Artikelnummer 300412

Die Zelllinie Wilms1 wurde ursprünglich aus einem primären Wilms-Tumor gewonnen, der bei einem Patienten entnommen wurde, bei dem große beidseitige Nierentumoren diagnostiziert worden waren – ein charakteristisches Merkmal...

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01Allgemeine Informationen

Beschreibung

Die Wilms1-Zelllinie stammt ursprünglich von einem primären Wilms-Tumor, der bei einem Patienten mit großen beidseitigen Nierentumoren diagnostiziert wurde, einer charakteristischen Form des Wilms-Tumors (Nephroblastom). Diese Zelllinie weist eine homozygote Nonsense-Mutation im WT1-Gen auf (c.149 C>A, p.S50X), die zur Bildung eines verkürzten, nicht funktionsfähigen WT1-Proteins führt. WT1 ist ein entscheidendes Gen für die Nierenentwicklung, und seine Mutation steht in engem Zusammenhang mit der Pathogenese des Wilms-Tumors, insbesondere bei Tumoren, die eine stromale Differenzierung aufweisen. Wilms1-Zellen weisen einen stabilen Karyotyp ohne signifikante Chromosomenanomalien auf. Sie sind durch einen mesenchymalen Phänotyp gekennzeichnet, der Vimentin exprimiert, während epitheliale Marker wie Zytokeratin fehlen. Die Linie zeigt eine begrenzte, aber signifikante Fähigkeit zur mesenchymalen Differenzierung, einschließlich der Fähigkeit, sich unter bestimmten Bedingungen in muskelähnliche Zellen zu differenzieren, was sie zu einem wichtigen Modell für die Untersuchung der molekularen Folgen von WT1-Mutationen macht.

Um die begrenzte Lebensdauer der primären Wilms1-Zellen zu überwinden, wurde die imWilms1-Zelllinie durch die Einführung eines dreifach mutierten SV40 large T-Antigens (U19dl89-97tsA58) in die ursprünglichen Tumorzellen etabliert, was ihre Immortalisierung erleichtert. Dank dieser Modifikation können sich imWilms1-Zellen unbegrenzt vermehren und gleichzeitig die Chromosomenstabilität beibehalten, so dass sie ein zuverlässiges Modell für Langzeitstudien darstellen. Die immortalisierten imWilms1-Zellen weisen weiterhin die gleiche WT1-Mutation auf und behalten die mesenchymalen Eigenschaften der Wilms1-Elternlinie.

Zusätzlich zu ihren genetischen und phänotypischen Merkmalen wurde die imWilms1-Zelllinie umfassend auf ihre Signalwegaktivität untersucht. Proteomische Untersuchungen haben die Phosphorylierung und Aktivierung mehrerer Rezeptortyrosinkinasen (RTKs), einschließlich EGFR, PDGFRβ und AXL, mit nachgeschalteter Aktivierung der MAPK-Signalwege ergeben. Die konsequente Aktivierung dieser Signalwege in imWilms1-Zellen unterstreicht ihre Bedeutung für die Erforschung gezielter therapeutischer Strategien bei Wilms-Tumoren. Insgesamt dient imWilms1 als robustes und langfristiges Modell für die Untersuchung der molekularen Mechanismen, die der Entwicklung und dem Fortschreiten des Wilms-Tumors zugrunde liegen, insbesondere derjenigen, die durch WT1-Mutationen und abweichende Signalwege angetrieben werden.

Gewebe
Niere
Krankheit
Wilms-Tumor
Synonyme
  • IM-WT-1

02Klassifizierung

Organismus
Mensch
Sex
Weiblich
Wachstumseigenschaften
Anhänger
GVO-Status
GMO-S1
Angaben zum GVO-Status
GMO-S1: This imWilms1 human Wilms tumor line contains a triple-mutant SV40 T-antigen cassette enabling conditional immortalization for nephroblastoma research. This classification applies only within Germany and may differ elsewhere.
Biologische Sicherheitsstufe
1

03Merkmale

Morphologie
Spindelförmig
Zelltyp
Wilms-Zellen

04Bezeichner

Quellenangabe
imWilms1 (Cytion Katalognummer 300412)
NCBI-Steuer-ID
9606
Cellosaurus
CVCL_A5SN

05Expression und Anfälligkeit

Mutationsprofil
WT1-Mutationsstatus: homozygot c. 149 C>A, p.S50x, LOH: 11p11-11pter, CTNNB1-Mutationsstatus: heterozygot TCT>TTT, p.S45F

06Handhabung und Kultur

Nährmedium
MSCGM-Kit (von Lonza)
Inkubationsatmosphäre

37°C, 5%CO2, befeuchtete Atmosphäre.

Dissoziationsreagenz
Accutase
Subkultivierung
Entfernen Sie das alte Medium von den adhärenten Zellen und waschen Sie sie mit PBS, das kein Kalzium und Magnesium enthält. Für T25-Kolben 3-5 ml PBS und für T75-Kolben 5-10 ml verwenden. Anschließend werden die Zellen vollständig mit Accutase bedeckt, wobei 1-2 ml für T25-Kolben und 2,5 ml für T75-Kolben verwendet werden. Lassen Sie die Zellen 8-10 Minuten bei Raumtemperatur inkubieren, um sie abzulösen. Nach der Inkubation mischen Sie die Zellen vorsichtig mit 10 ml Medium, um sie zu resuspendieren, und zentrifugieren sie dann 3 Minuten lang bei 300xg. Den Überstand verwerfen, die Zellen in frischem Medium resuspendieren und in neue Kolben überführen, die bereits frisches Medium enthalten.
Flüssigkeitswechsel
1 bis 2 Mal pro Woche
Auftauen und Kultivierung
  1. Confirm that the vial remains deeply frozen upon delivery, as cells are shipped on dry ice to maintain optimal temperatures during transit.

  2. Upon receipt, either store the cryovial immediately at temperatures below -150°C to ensure the preservation of cellular integrity, or proceed to step 3 if immediate culturing is required.

  3. For immediate culturing, swiftly thaw the vial by immersing it in a 37°C water bath with clean water and an antimicrobial agent, agitating gently for 40-60 seconds until a small ice clump remains.

  4. Perform all subsequent steps under sterile conditions in a flow hood, disinfecting the cryovial with 70% ethanol before opening.

  5. Carefully open the disinfected vial and transfer the cell suspension into a 15 ml centrifuge tube containing 8 ml of room-temperature culture medium, mixing gently.

  6. Centrifuge the mixture at 300 x g for 3 minutes to separate the cells and carefully discard the supernatant containing residual freezing medium.

  7. Gently resuspend the cell pellet in 10 ml of fresh culture medium. For adherent cells, divide the suspension between two T25 culture flasks; for suspension cultures, transfer all the medium into one T25 flask to promote effective cell interaction and growth.

  8. Adhere to established subculture protocols for continued growth and maintenance of the cell line, ensuring reliable experimental outcomes.

07Qualitätskontrolle und Kryokonservierung

Sterilität

Eine Kontamination mit Mykoplasmen wird sowohl durch PCR-basierte Assays als auch durch lumineszenzbasierte Mykoplasmen-Nachweisverfahren ausgeschlossen.

Um sicherzustellen, dass keine Kontamination mit Bakterien, Pilzen oder Hefen vorliegt, werden die Zellkulturen täglich visuell überprüft.

Gefriermedium
Als Kryokonservierungsmedium verwenden wir komplettes Wachstumsmedium (einschließlich FBS) + 10 % DMSO für eine angemessene Lebensfähigkeit nach dem Auftauen oder CM-1 (Cytion Katalognummer 800100), das optimierte Osmoprotektoren und Stoffwechselstabilisatoren enthält, um die Erholung zu verbessern und kryoinduzierten Stress zu reduzieren.
Lagerbedingungen

Zur Langzeitkonservierung werden die Fläschchen in flüssigem Stickstoff bei etwa -150 bis -196 °C gelagert. Eine Lagerung bei -80 °C ist nur als kurzer Zwischenschritt vor der Überführung in flüssigen Stickstoff akzeptabel.

Versandbedingungen

Kryokonservierte Zelllinien werden auf Trockeneis in einer validierten, isolierten Verpackung mit ausreichend Kühlmittel versandt, um während des gesamten Transports eine Temperatur von etwa -78 °C aufrechtzuerhalten. Prüfen Sie den Behälter bei Erhalt sofort und bringen Sie die Fläschchen unverzüglich in ein geeignetes Lager.

08Spender

Alter des Spenders
10 Monate
Ethnische Zugehörigkeit
Kaukasisch