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MDCK-SIAT1
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MDCK-SIAT1

Cell line · Artikelnummer 602281

Die MDCK-SIAT1-Zelllinie ist eine modifizierte Version der Madin-Darby-Canine-Kidney-Zellen (MDCK), die so verändert wurde, dass sie höhere Konzentrationen des humanen 2,6-Sialyltrans... exprimiert.

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01Allgemeine Informationen

Beschreibung

Bei der MDCK-SIAT1-Zelllinie handelt es sich um eine modifizierte Version der Madin-Darby Canine Kidney (MDCK)-Zellen, die so verändert wurde, dass sie eine höhere Expression der menschlichen 2,6-Sialyltransferase (SIAT1) aufweist. Dieses Enzym ist für die Anlagerung von Sialinsäure in einer alpha-2,6-Bindung an Galaktose auf Glykoproteinen und Glykolipiden verantwortlich. Die Veränderung wurde durchgeführt, um die Expression von alpha-2,6-verknüpften Sialinsäuren zu erhöhen, die die primären Rezeptoren für menschliche Influenzaviren sind. Diese Verstärkung ist von entscheidender Bedeutung, da sie die MDCK-SIAT1-Zellen dem menschlichen Atemwegsepithel ähnlicher macht, das von Natur aus eine hohe Konzentration dieser Rezeptoren aufweist. Daher bieten diese Zellen ein physiologisch relevanteres Modell für die Untersuchung menschlicher Influenzaviren und ihrer Wechselwirkungen mit potenziellen antiviralen Wirkstoffen.

Eine der wichtigsten Anwendungen von MDCK-SIAT1-Zellen ist die Bewertung der Empfindlichkeit von Influenzaviren gegenüber Neuraminidase-Inhibitoren (NAI), wie Oseltamivir. Aufgrund des erhöhten Vorkommens von alpha-2,6-verknüpften Sialinsäuren zeigen die MDCK-SIAT1-Zellen im Vergleich zu unveränderten MDCK-Zellen eine verbesserte Empfindlichkeit gegenüber NAIs. Dies macht sie zu einem ausgezeichneten Instrument für den Nachweis von Resistenzen gegen diese Inhibitoren, insbesondere bei klinischen Isolaten humaner Influenzaviren mit geringer Durchgangszahl. Die MDCK-SIAT1-Zelllinie ermöglicht genauere In-vitro-Untersuchungen der Wirksamkeit von Arzneimitteln und der Wechselwirkungen mit viralen Rezeptoren, was wertvolle Einblicke in die Entwicklung antiviraler Therapien und Resistenzmechanismen ermöglicht.

Gewebe
Niere

02Klassifizierung

Organismus
Hund
Sex
Weiblich
Wachstumseigenschaften
Anhänger
GVO-Status
GMO-S1
Angaben zum GVO-Status
GMO-S1: This canine epithelial kidney cell line (MDCK-SIAT1) contains a pcDNA3.1GS construct encoding human 2,6-sialyltransferase (SIAT1), enabling expression of human-like sialylation patterns. The insert is stably present in MDCK cells. This classification applies only within Germany and may differ elsewhere.
Biologische Sicherheitsstufe
2

03Merkmale

Morphologie
Epithelial
Verdopplungszeit
21 bis 31 Stunden

04Bezeichner

Quellenangabe
MDCK-SIAT1 (Cytion Katalognummer 602281)
NCBI-Steuer-ID
9615
Cellosaurus
CVCL_Z936

05Expression und Anfälligkeit

Proteinexpression
Transfiziert mit ST6 beta-Galactosid alpha-2,6-Sialyltransferase 1 (ST6GAL1, SIAT1)

06Handhabung und Kultur

Nährmedium
DMEM, w: 4,5 g/L Glucose, w: 4 mM L-Glutamin, w: 3,7 g/L NaHCO3, w: 1,0 mM Natriumpyruvat (Cytion-Artikelnummer 820300a)
Inkubationsatmosphäre

37°C, 5%CO2, befeuchtete Atmosphäre.

Nahrungsergänzungsmittel
Ergänzen Sie das Medium mit 10% FBS und 1mg/ml G418
Dissoziationsreagenz
Accutase
Subkultivierung
Entfernen Sie das alte Medium von den adhärenten Zellen und waschen Sie sie mit PBS, das kein Kalzium und Magnesium enthält. Für T25-Kolben 3-5 ml PBS und für T75-Kolben 5-10 ml verwenden. Anschließend werden die Zellen vollständig mit Accutase bedeckt, wobei 1-2 ml für T25-Kolben und 2,5 ml für T75-Kolben verwendet werden. Lassen Sie die Zellen 8-10 Minuten bei Raumtemperatur inkubieren, um sie abzulösen. Nach der Inkubation mischen Sie die Zellen vorsichtig mit 10 ml Medium, um sie zu resuspendieren, und zentrifugieren sie dann 3 Minuten lang bei 300xg. Den Überstand verwerfen, die Zellen in frischem Medium resuspendieren und in neue Kolben überführen, die bereits frisches Medium enthalten.
Aussaatdichte
2 bis 4 x 104 Zellen/cm2
Flüssigkeitswechsel
2 bis 3 Mal pro Woche
Auftauen und Kultivierung
  1. Confirm that the vial remains deeply frozen upon delivery, as cells are shipped on dry ice to maintain optimal temperatures during transit.

  2. Upon receipt, either store the cryovial immediately at temperatures below -150°C to ensure the preservation of cellular integrity, or proceed to step 3 if immediate culturing is required.

  3. For immediate culturing, swiftly thaw the vial by immersing it in a 37°C water bath with clean water and an antimicrobial agent, agitating gently for 40-60 seconds until a small ice clump remains.

  4. Perform all subsequent steps under sterile conditions in a flow hood, disinfecting the cryovial with 70% ethanol before opening.

  5. Carefully open the disinfected vial and transfer the cell suspension into a 15 ml centrifuge tube containing 8 ml of room-temperature culture medium, mixing gently.

  6. Centrifuge the mixture at 300 x g for 3 minutes to separate the cells and carefully discard the supernatant containing residual freezing medium.

  7. Gently resuspend the cell pellet in 10 ml of fresh culture medium. For adherent cells, divide the suspension between two T25 culture flasks; for suspension cultures, transfer all the medium into one T25 flask to promote effective cell interaction and growth.

  8. Adhere to established subculture protocols for continued growth and maintenance of the cell line, ensuring reliable experimental outcomes.

07Qualitätskontrolle und Kryokonservierung

Sterilität

Eine Kontamination mit Mykoplasmen wird sowohl durch PCR-basierte Assays als auch durch lumineszenzbasierte Mykoplasmen-Nachweisverfahren ausgeschlossen.

Um sicherzustellen, dass keine Kontamination mit Bakterien, Pilzen oder Hefen vorliegt, werden die Zellkulturen täglich visuell überprüft.

Gefriermedium
Als Kryokonservierungsmedium verwenden wir komplettes Wachstumsmedium (einschließlich FBS) + 10 % DMSO für eine angemessene Lebensfähigkeit nach dem Auftauen oder CM-1 (Cytion Katalognummer 800100), das optimierte Osmoprotektoren und Stoffwechselstabilisatoren enthält, um die Erholung zu verbessern und kryoinduzierten Stress zu reduzieren.
Lagerbedingungen

Zur Langzeitkonservierung werden die Fläschchen in flüssigem Stickstoff bei etwa -150 bis -196 °C gelagert. Eine Lagerung bei -80 °C ist nur als kurzer Zwischenschritt vor der Überführung in flüssigen Stickstoff akzeptabel.

Versandbedingungen

Kryokonservierte Zelllinien werden auf Trockeneis in einer validierten, isolierten Verpackung mit ausreichend Kühlmittel versandt, um während des gesamten Transports eine Temperatur von etwa -78 °C aufrechtzuerhalten. Prüfen Sie den Behälter bei Erhalt sofort und bringen Sie die Fläschchen unverzüglich in ein geeignetes Lager.

08Spender

Rasse / Unterart
Cocker Spaniel
Alter des Spenders
Erwachsener